Oeventroper Werbegemeinschaft e.V.

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Interview mit Norbert Tomczyk

Bild Norbert 22.07.2019

Norbert Tomczyk ist Inhaber einer Versicherungsagentur und Geschäftsführer der Oeventroper Werbegemeinschaft

Stellen Sie sich bitte vor:

Zu meiner Person: Ich bin 49 Jahre alt, Vater von zwei erwachsenen Kindern.

Beruflich bin ich als selbständiger Versicherungskaufmann in Arnsberg Oeventrop tätig.

Wie sind Sie auf den Beruf gekommen?

Ursprünglich habe ich eine handwerkliche Lehre gemacht und wie das Leben so spielt, stand ich nach einem Sportunfall vor der Herausforderung, mein Knie zu schonen.

Die Besuche unseres Versicherungsvertreters haben mich inspiriert, so dass ich Interesse für

den Beruf entwickelt habe.

Wie haben Sie sich die Kenntnisse angeeignet?

Ich habe immer Spaß am Kontakt mit Kunden gehabt. Bei den Gesprächen sind interessante Themen behandelt worden und ich habe Schritt für Schritt dazu gelernt. Im Jahr 1991 änderte sich die Gesetzgebung, die Versicherungsvermittler mussten eine offizielle, einheitliche Prüfung ablegen, um Versicherungsprodukte zu verkaufen. So habe ich im Jahr 1991 meine Ausbildung zum Versicherungsfachmann begonnen und 1992 abgeschlossen.

Später habe ich die zweijährige kaufmännische Ausbildung in Dortmund absolviert, gefolgt von der Qualifikation zum Fachberater für Finanzdienstleistungen vor der IHK Köln.

Der Beruf des Versicherungskaufmanns wird nicht sehr geschätzt. Wie sehen Sie das?

N. Tomczyk schmunzelt.

Die meisten Versicherungsprodukte bestehen überwiegend aus einem Versprechen. Bis auf die Auszahlungen der Sparverträge erleben die Kunden unsere Leistungen meistens im Schadensfall. Wer denkt schon gerne an einen Schaden? Das Thema wird verdrängt.

Es kommt aber gerade darauf an, die Kunden für die Themen zu sensibilisieren.

Der Beruf ist sehr vielfältig, ich komme mit unterschiedlichsten Menschen zusammen. Darin liegt gerade die Herausforderung.

Seit Jahren wird die Anforderung an den Beruf gesteigert. Auf der einen Seite vom Gesetzgeber, auf der anderen Seite durch die Erwartungen der Kundschaft.

Der Kunde von heute ist sehr aufgeklärt. Das Internet und die Medien spielen eine große Rolle.

Es macht Spaß, mit einem aufgeklärten Kunden ein gutes Gespräch zu führen.

Welche Anforderungen haben die Kunden von heute?

Unsere Kunden wünschen sich einen persönlichen Ansprechpartner. Wir überlassen es ihnen, wie umfangreich unsere Betreuung sein darf. In regelmäßigen Kundengesprächen informiere ich über aktuelle Änderungen und prüfe die Risikoveränderungen vor Ort.

Im Schadensfall regulieren wir viele entstandene Schäden direkt, bei allen anderen unterstützen wir den Kunden bei der Abwicklung.

Die Zeit ist sehr schnelllebig geworden, schnelle Kommunikation ist wichtig. So stellen wir unseren Kunden frei, ob sie uns telefonisch, per Mail oder WhatsApp kontaktieren. Für uns steht jedoch der direkte Kontakt im Vordergrund. Die Themen werden immer komplexer, wir bevorzugen persönliche Termine. Aus unserer Sicht ist das der richtige Weg, mit dem Kunden über die Themen „Versicherung, Vorsorge, Finanzierung“ zu sprechen.

Wie sehen Sie den Online-Wettbewerb zu einem herkömmlichen Versicherungsbüro?

Der Kunde von heute ist sehr aufgeklärt, die neuen Medien bringen viele Vorteile und Antworten.

Bei speziellen Fragen jedoch ist ein persönlicher Rat wichtig. Wir kennen unsere Kunden, darin besteht für beide Seiten der große Vorteil. Ruft der Kunde an, kennt er den Ansprechpartner.

So haben wir schon oft Freude und Leid geteilt. Über die Jahre hat sich zu vielen Kunden ein freundschaftliches Verhältnis entwickelt. Diese Art der Betreuung kann kein Onlineportal bieten.

Unser großer Vorteil ist die Regulierung der Schäden durch unsere Agentur. So schließt sich der Kreis vom Abschluss einer Versicherung bis zur Regulierung eines Schadens. Den Kunden bleiben  sehr oft viele Fragen erspart.

Wer gehört zu Ihrem Kundenkreis?

Wir betreuen Kunden aus allen Schichten. Wir unterteilen die Kundschaft in drei Kategorien:

Privatkunden, Firmenkunden, Beamte. Das erleichtert uns eine spezielle, zielgerichtete Betreuung zu leisten. Wir haben spezielle Lösungen für die unterschiedlichen Kundengruppen, die Produktpalette wird ständig den neuen Anforderungen des Marktes erweitert.

Was bewegt die Kunden aktuell?

Aktuell sehen wir die Diskussionen zur Elektromobilität, versicherungstechnisch ist es eine Herausforderung bei der z.Zt. verbauten Technik. Wir wissen immer noch nicht, wie sich ein Schadensfall entwickeln kann.

Aufgrund der fehlenden Erfahrung im Schadensfall sind die Prämien schwer kalkulierbar.

Ich gebe zu Bedenken, dass die Gefahr, die von einer Elektrobatterie ausgeht, nicht zu unterschätzen ist, z.B. Säureaustritt, schwierige Löschung des Brandes.

Ein anderes Thema ist der Klimawandel und die damit verbundenen Naturkatastrophen. Die Offenheit für dieses Thema ist noch sehr beschränkt.

Unsere Kunden sind sehr stark von der Niedrigzinsphase beunruhigt. Die Ersparnisse werden

entwertet, neues Ansparen wird immer schwieriger.

Was bewegt Sie aktuell?

Die jungen Leute geben heute lieber das Geld für eine weitere Reise aus, als vorzusorgen.

Ich sehe die Gefahr, dass nicht genügend Zeit bleibt, Kapital anzusparen.

Neben der Energieversorgung sehe ich eine große Herausforderung in unserer sozialen bsicherung. Die gesellschaftliche Entwicklung stellt uns schon jetzt vor unüberbrückbare Schwierigkeiten in der medizinischen Versorgung.

Die Pflegekosten steigen. Ohne private Vorsorge ist die Versorgung in der Zukunft undenkbar.

Wie sehen Sie die Zukunft?

Ich sehe die Zukunft für unsere Agentur positiv. Wir bilden uns konsequent fort und stellen uns den digitalen Veränderungen. Unsere Produkte sind gut und wir können unseren Kunden die richtige Absicherung bieten, angefangen von Versicherungen bis zur Vorsorge.

In den kommenden Wochen bieten wir unseren neuen Kunden zum 30 jährigen Jubiläum einen Willkommensbonus.

Haben Sie neben Ihrem Beruf noch Zeit für andere Dinge?

In meiner Freizeit gehe ich gerne tanzen und wandern.

Die Entwicklung vor Ort ist mir sehr wichtig. Ich stehe für Nachhaltigkeit, gleichzeitig bin ich für Neuerungen offen. Seit Anfang des Jahres habe ich das Amt des Geschäftsführers der Oeventroper Werbegemeinschaft e.V. nach einer Pause wieder übernommen. Das Leben in der Gemeinde hat sich stark gewandelt. Die Mehrzahl unserer Mitglieder sind Handwerker und Dienstleister. Nach dem Wegfall der vielen Einzelhändler von früher hat sich die Werbegemeinschaft neu orientiert, um für diese Mitglieder interessant zu sein. Auch nach außen ist die Werbegemeinschaft sehr wichtig, wir stellen z.B. im Ort die Weihnachtsbeleuchtung sicher und betreiben die Onlineseite Oeventrop.de

Mein Wunsch ist, dass jeder Gewerbetreibende Mitglied der Werbegemeinschaft wird, denn nur „Zusammen sind wir stark - stark für Oeventrop“!

Ich d

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