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Dinscheder Brücke erhält jetzt Schranken wg. der ständig durchfahrenden LKW

L735: Weitere Verkehrseinschränkungen auf der Dinscheder Brücke in
Arnsberg-Oeventrop erforderlich

Arnsberg/Meschede (straßen.nrw). Im Zuge der Dinscheder Brücke über die Ruhr
im Verlauf der L735 Glösinger Straße in Arnsberg-Oeventrop sind weitere
verkehrseinschränkende Maßnahmen erforderlich.

Zur Unterbindung der Befahrbarkeit durch Lastkraftwagen muss die Brücke auf
eine Fahrzeugbreite von 2,10 Meter beschränkt werden. Hierfür wird auf
beiden Seiten der Brücke eine Schrankenanlage errichtet, die in diesem
Bereich die Fahrbahnbreite einengt. Rettungs- und Betriebsdienstfahrzeuge
sowie der Linienbusverkehr bleiben weiterhin von der Sperrung befreit. Die
Fahrzeuge mit Ausnahmegenehmigung erhalten eine Möglichkeit die Schranken zu
betätigen. Hier muss allerdings die weitere Überwachung zeigen, welche
Auswirkungen diese Ausnahmen auf die Dauerhaftigkeit der Brücke haben
werden. Mit der Montage der Schrankenanlage wird in den nächsten Tagen
begonnen. Eingeschaltet und aktiviert wird die Anlage am 18. Februar.

Die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Sauerland-Hochstift hat bei einer
Brückensonderprüfung festgestellt, dass sich der Brückenzustand wiederholt
signifikant verschlechtert hat. Um die Verkehrssicherheit und eine
Befahrbarkeit der Brücke bis zum Ersatzneubau weiterhin zu gewährleisten,
sind zusätzliche Maßnahmen im Zusammenhang mit der Nichteinhaltung der
angeordneten Beschränkung für Lastkraftwagen zwingend erforderlich. Die
Überwachung des schlechten Zustandes wird bereits über ein installiertes,
automatisiertes Monitoring sichergestellt. Hierdurch kann eine fortlaufende
Messung an fünf Rissen dokumentiert werden.

Die Dinscheder Brücke ist zurzeit für Fahrzeuge mit einem zulässigen
Gesamtgewicht über 3,5 Tonnen in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Seit einem
Jahr wird darüber hinaus der Verkehr nur noch einspurig über die Brücke
geführt. Jetzt muss zur Sicherstellung des Durchfahrverbotes für
Lastkraftwagen die Breite weiter reduziert werden. Zu dieser aktuellen
Entwicklung hatte die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Sauerland-Hochstift
zu einem Informationsaustausch eingeladen. Nach einer intensiven Diskussion
wurde durch den Landesbetrieb eine Möglichkeit gefunden, Rettungsfahrzeuge
im Einsatzfall, Betriebsdienstfahrzeuge und den Linienbusverkehr weiterhin
zuzulassen, gleichzeitig aber die Benutzung durch andere Lastkraftwagen zu
unterbinden.

Die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Sauerland-Hochstift wird die
verkehrlichen Auswirkungen und den Zustand des Bauwerkes beobachten und
gegebenenfalls weitere Einschränkungen im Hinblick auf die Benutzung der
Dinscheder Brücke vornehmen.

Hintergrund
Im Rahmen einer turnusmäßigen Überprüfung wurden Mängel an der
Bauwerkssubstanz und der damit verbundenen Dauerhaftigkeit der Brücke
festgestellt. Eine Instandsetzung des im Jahr 1933 erbauten 4-Feld-Bauwerkes
ist nicht mehr wirtschaftlich, so dass ein Ersatzneubau erforderlich ist.

Die Planung für den Ersatzneubau der Brücke liegt im Zeitplan. Das Baurecht
für den Ersatzneubau inklusive der Behelfsbrücke wird Mitte 2020 erwartet.
Parallel dazu wird die Ausschreibung derzeit vorbereitet. Ein Baubeginn, der
die Erstellung der Behelfsbrücke beinhaltet, wird derzeit für Anfang 2021
erwartet.

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