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19.7.15: Enladung zum Schnadegang in Dinschede am 8.8.

Dinscheder Schnadegang 2015

Veranstalter: Bezirksausschuss Oeventrop

SGV, Oeventrop

Bewirtung: Schützenkompanie, Dinschede

Datum: Samstag, 08. 08. 2015

Beginn: 14:30 Uhr

Schützenhalle

Abschluss: ca. 18:00 Uhr,

Sommerfest der Dinscheder

Schützenkompanie „Am Strülleken“

Wanderstrecke: ca. 7 km

Streckenverlauf:

Über die „Alte Arnsberger Landstraße“ vorbei am SGV- Heim, dem

„Heiligenhäuschen“ und der „Vogelstange bis zur Hünenburg.

Dann über den alten Communikationsweg zur „Kaiser Wilhelm Brücke“.

Der Weg verläuft parallel zur Grenze der ehemaligen Dinscheder Mark.

und dem Kloster Rumbeck.

ca. 2,5 km

1. Rast an der Kaiser Wilhelm Brücke.

Von der „Kaiser Wilhelm Brücke“ über einen Teil des ehemaligen

„Totenweges“ zur Waldgrenze oberhalb der Fischteiche (siehe Ziegelei).

Auf diesem Gelände befand sich bis zur Jahrhundertwende des

19. Jahrhunderts eine Ziegelei und bis 1956 das von Oeventroper

Künstlern gern portraitierte „Wohnhaus „Haiten Villa“.

Der Waldweg führt zum „Rumbecker Hammer - Damberg“.

Von dort geht es, aufwärts über den Rundweg (Dreggeweg),

einen Rundweg der in den Nachkriegsjahren durch die

Arbeitsgemeinschaft Keßler, Oeventrop und Spindelndreier, Hirschberg,

so wie arbeitslos gewordenen Arbeitern der HIAG, gebaut wurde und der der Holzabfuhr diente. Hier verlief auch die Grenze der Dinscheder Mark zu Uentrop.

Der Schnadegang führt auf die Damberghöhe zum alten Steinbruch, wo

Material für den Wegebau abgebaut wurde und wo auch die Baugeräte

gewartet und gelagert werden konnten.

Im Bereich des alten Steinbruchs befindet sich ein zum „Pohläsen“.

geeigneter Gemarkungsstein. ca. 2, 5 km.

2. Rast

Weiter verläuft der Schnadeweg vorbei am Fernsehumsetzer über die

Wanderstrecke 2, über den Hasenacker und die Dinscheder Straße

(vorm. Königstr.) zum „Strülleken“.

Dort findet, das:

Sommerfest der Dinscheder Schützenkompanie

statt.

ca. 2,0 km

Wanderführer Willi Linn und Albert Schlupp

Arnsberg-Oeventrop, 08. 08. 2015


 

Die Dinscheder Mark.

 

Die Ansiedlungen Dinschede, Glösingen und Oeventrop mit ihren Höfen bildeten vor mehr als 200 Jahren die Dinscheder Mark.

 

Zwischen Körbecke, Schüren, Bachum und Hirschberg gab es insgesamt 23 Marktgenossenschaften.

 

Die Dinscheder Mark reicht von der Mitte des Arnsberger Waldes nach Süden über die Ruhr bis weit in die Strummecke hinein und umfasste 7413 Morgen (1853 Hektar).

 

Die Marktgenossenschaften waren die unterste Stufe der kommunalen Selbstverwaltung. Sie sicherten den Mitgliedern das Nutzungsrecht über Wald, Weide und Hude.

 

1821 erließ die preußische Regierung ein Gesetz über die Aufteilung der Marken.

 

Auch die Dinscheder Mark fiel darunter (1835 / 1852).

 

Territorial gesehen war die politische Gemeinde Dinschede (ab 1904) Nachfolgerin der Marktgenossenschaft.

 

Alte Arnsberger Landstraße,

 

Bis 1811 war diese Straße die einzige Straßenverbindung, für

 

Fuhrwerke; zwischen Arnsberg- Rumbeck und Oeventrop.

 

Vom Weg aus führte früher, bis zur Hünenburg, ein Andachtsweg, der

 

nach der „Roten Weh („Ruhr“) 1857 zum Gedenken an die vielen Todesfälle errichtet wurde.

 

Communikationsweg

 

Dieser Weg wurde 1859 gebaut um die Arnsberger Landstraße mit der Holzbrücke und später der Kaiser Wilhelm Brücke zu verbinden, weil ab der Hünenburg die Arnsberger Landstraße am Rumbecker Heiligenhäuschen vorbei zum Kloster Rumbeck führte. Es wurde somit eine direkte Verbindung zur Brücke geschaffen.

 

„Andachtshäuschen“ („Heiligenhäuschen“)

 

Das von Bürgerinnen aus dem Hinterwald liebevoll gehegt und gepflegte

 

„Heiligenhäuschen“ wurde von dem Bahnwärter Fritz Schulte(1836- 1920) zwischen den Jahren 1880- 1885 gebaut.

 

Wahrscheinlich hatte Fritz Schulte ein Gelübde abgelegt.

 

Renoviert wurde die Kapelle:

 

1979 mit Unterstützung der Familie Hachmann durch die CDU, Oeventrop 2009 durch den Schützenverein.

 

Das Andachtshäuschen ist ein Beispiel für Religiosität

 

Bürgerschaftliches Engagement und Heimatliebe.

 

(Glaube-Sitte-Heimat)

 

Hünenburg

 

Auf einem strategisch günstigem Bergrücken, ca. 100 m über der Ruhr,

 

befand sich früher eine Mittelalterliche Herrenburg, mit den Außenmaßen von ca. 75 m x 35 m.

 

Gebaut wurde die Burg wahrscheinlich im 11. Jahrhundert.

 

Wer hier lebte ist nicht bekannt.

 

Vorher stand dort wahrscheinlich eine Wallburg (Fliehburg)

 

Außer den Wallgräben ist nichts mehr erhalten.

 

Der Sage nach soll in grauer Vorzeit hier der starke und gutmütige

 

Riese HÜN gelebt haben.

 

Siehe hierzu auch: „Die Lanze Gottes“ von Dieter Beckmann

 

Die Kaiser Wilhelm Brücke,

 

Die Brücke in der heutigen Form wurde 1909 gebaut. Vorher überquerte dort eine

 

einfache Holzbrücke die Ruhr mit Zugang über die Schienen (Bahnübergang)

 

1945wurde das Mittelteil durch die Deutschen Wehrmacht gesprengt,

 

In den Jahren 1949 / 1950 wurde die Brücke wieder aufgebaut.

 

Bild : Hermann Springborn

 

Der „Totenweg“

 

Bis 1858 wurden auf diesem Weg die Toten nach Arnsberg gebracht und dort

 

beerdigt.

 

Von 1858- 1905 führte der Leichenzug zum Friedhof Rumbeck.

 

Nach 1905, nachdem in Oeventrop ein Friedhof errichtet worden war, konnten die

 

Toten in Oeventrop bestattet werden.

 

Auch das kirchliche (katholische) Leben der Bewohner von Oeventrop spielte sich

 

bis 1905, in Rumbeck ab.

 

Siehe das Betglöckchen von Dinschede

 

von Rektor und Landrat a. D. Karl Brüggemann

 

aufgeschrieben von Johannes Balkenhol

 

Das Betglöckchen von Dinschede

 

Diese heimatkundliche Geschichte wurde von Rektor Karl Brüggemann erzählt und

 

handelt in einer Zeit wo Oeventrop noch keine eigene Kirche und keinen eigenen

 

Friedhof hatte. Der Ort zählte um 1900 etwa 2200 Einwohner.

 

Da gab es das Betglöckchen in Dinschede.

 

Die Oeventroper Katholiken mussten nach Rumbeck zum Gottesdienst. Sie wurden

 

auch dort getauft und auf dem Friedhof beerdigt.

 

Die Toten wurden mit dem Totenwagen über den Hasenacker- Totenweg nach

 

Rumbeck gebracht.

 

Über die Totenglocke in Dinschede berichtete Herr Brüggemann folgendes :

 

Sie tat kund ob im Dorf jemand gestorben, beerdigt worden- oder ob Feuer

 

ausgebrochen war.

 

So berichtete er über die Glocke:

 

War jemand gestorben, so klang sie traurig„.Daut,daut, hi is daut“ (tot, tot, er ist tot)

 

Bei Feuer schrie sie: „Füer, Füer, it itt Füer“. (Feuer, Feuer, es ist Feuer)

 

Wurde nun jemand in Rumbeck beerdigt, so klang es : „hi is daut, daut, nun goh,

 

goh“ (er ist tot, tot , nun geh, geh )

 

Die große Glocke in Rumbeck rief: „nun kumm, kumm“. (nun komm. komm)

 

Die katholische Kirche in Oeventrop wurde 1899 erbaut.

 

Der evangelische Friedhof 1894 und der katholische Friedhof 1905

 

Die Ziegelei

 

Die Ziegelei wurde bis zur Jahrhundertwende des 19. Jahrhunderts betrieben.

 

Der Lehm daür wurde in der Nähe abgebaut .Die dadurch entstandenen Gruben

 

wurden dann später zu Fischteichen umgestaltet.

 

Hier war der Ziegelmeister („Ziegelbäcker“) Heinrich Bunte, geb. 1840, der mit

 

seiner Familie aus Detmold zugereist war, beschäftigt.

 

Aus dieser Familie sind alle Oeventroper Familien Bunte hervorgegangen.

 

„Haiten Villa „

 

Hierbei handelte es sich um ein etwas heruntergekommenes Wohnhaus,

 

welches als begehrtes Modell von Oeventroper Malern gern in Anspruch

 

genommen wurde.

 

„Haiten Villa“ war ein Überbleibsel der Ziegelei.

 

Dort wohnte früher die Familie Haite und nachher bis1950 die Familie Kiehn

 

1956 wurde das Haus abgerissen.

 

Bild: Hermann Springborn

 

Altes Köhlerhaus am Damberg.

 

An der Stelle des jetzigen Forsthauses stand bis 1804 das Wohnhaus des

 

Köhlers Lorenz Capune. Dort wohnte auch der für die Viehhude zuständige

 

Hermann Gerstholt. Darum wurde auch das Haus als Damberg – Hermen -

 

Hütte bezeichnet.

 

Rundweg durch den Damberg („Dreggeweg“

 

Dieser Weg wurde in der Nachkriegszeit durch die Arbeitsgemeinschaft Keßler,

 

Oeventrop und Spindelndreier, Hirschberg, so wie arbeitslos gewordenen Arbeitern

 

der HIAG, gebaut. Er diente der Holzabfuhr.

 

Auf der Damberghöhe befindet sich ein Steinbruch wo das Material für den Wegebau

 

gewonnen wurde und wo auch die Baugräte gelagert werden konnten.

 

Außerdem befand sich dort eine provisorische Schmiede zum Schärfen und

 

Instandsetzen der Werkzeuge.

 

Die für den Materialtransport installierte Lorenbahn nutzen die Kinder am

 

Wochenende zum Spielen.

 

Hier verlief auch die Grenze der Dinscheder Mark zu Uentrop.

 

Mitarbeiter der Arbeitsgemeinschaft

 

08. 08. 2015 Willi Linn.

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