
Die Stühle der INO-Stuhlgalerie entlang des Holzzauns Glösingerstraße am Ruhrtalradweg werden seit vielen Jahren in unterschiedlicher Art von Martin Niggemann künstlerisch und mit viel Liebe zum Detail gestaltet -Vandalen zum Trotz. Sven Weiß hat in diesem Jahr einen „unzerstörbaren“ Stuhl aus Metall dazu montiert.
Auch in diesem Jahr ist wieder jeder Stuhl ein superschönes Unikat. Mal bemalt Martin sie mit einem Dorfmotiv, mal steht ihm ein berühmter Künstler Pate, mal wählt er geometrische Formen aus oder lässt seiner Kreativität einfach freien Lauf. Nach der Gestaltung werden die Holzstühle mit Bootslack witterungsfester gemacht.

Im Herbst holt er die wenigen noch gut erhaltenen Stühle zu sich nach Hause ins Winterlager. Sie werden in intensiver Arbeit aufbereitet, neue werden ergänzt und in wahre Kunstwerke verwandelt. Seine kreative und permanente Arbeit wird belohnt durch anerkennende Aufmerksamkeit vieler Radfahrer, Spaziergänger und Durchreisender.
Martin Niggemann trägt dazu bei, dass die Geschichte der Stuhlfabriken in Oeventrop lebendig bleibt.
Die Stuhlgalerie besteht seit 2015 in Anlehnung an die 3 Stuhlfabriken, die zwischen 1913 und 1960 in Oeventrop ansässig waren: die „Sauerländische Stuhlfabrik„, die „Oeventroper Stuhlfabrik“ und die „Germania„. Durch aufkommende Billigkonkurrenz aus Osteuropa um 1960 gingen alle drei Stuhlfabriken in Konkurs.

