Kirmes-Highlight in Oeventrop: Eine Stunde voller Glücksmomente für Kinder mit Behinderung

Es waren nur 60 Minuten – doch für viele Kinder und ihre Familien werden sie noch lange in Erinnerung bleiben. Mit einer außergewöhnlichen Aktion setzte die Oeventroper Kirmes am Samstag ein bewegendes Zeichen für gelebte Inklusion, Menschlichkeit und ein herzliches Miteinander.

In der Zeit von 12 bis 13 Uhr gehörte der Kirmesplatz ausschließlich Kindern mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen bis zum Alter von 15 Jahren. Fernab von Gedränge, Hektik und lauter Musik konnten sie die Fahrgeschäfte kostenlos in einer ruhigen und geschützten Atmosphäre genießen. Für viele war es die seltene Gelegenheit, die Kirmes unbeschwert zu erleben – ohne Barrieren, ohne Zeitdruck und mit einem Lächeln, das von Herzen kam.

Die Initiative wurde von Tobias Kutnar gemeinsam mit dem Schausteller-Orga-Team ins Leben gerufen. Mit viel Engagement und Herzblut schufen sie einen Raum, in dem die Kinder einfach nur Kinder sein konnten – voller Neugier, Freude und Begeisterung. Die vielen strahlenden Augen machten deutlich, dass diese Idee genau zur richtigen Zeit kam.

Ob im „Autoscooter“, im „Großen Krabbeln“, dem Kinderkarussell oder im „Hollywood Star“ – überall war fröhliches Kinderlachen zu hören. Die leuchtenden Gesichter sprachen eine Sprache, die keiner Worte bedurfte. Für die Familien war diese besondere Stunde ein wertvolles Geschenk: Zeit zum Genießen, gemeinsame Erlebnisse und das wunderbare Gefühl, selbstverständlich dazuzugehören.

Auch die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Oeventrop unterstützte die Aktion mit großer Freude. Mitglieder der Bruderschaft verteilten Süßigkeiten an die Kinder und sorgten damit für viele weitere glückliche Momente. Die kleinen Gesten der Aufmerksamkeit machten den Tag für die jungen Besucher noch ein Stück besonderer.

Ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung setzte zudem Carsten Kons. Für jede Schaustellerfamilie hatte er einen Schlüsselanhänger mit einer ganz besonderen Gravur anfertigen:

„Nicht alle Helden tragen Flügel.
Manche betreiben ein Karussell.
Danke, dass ihr Inklusion möglich macht.“

Die Freude über dieses liebevolle Geschenk war bei den Schaustellerfamilien groß. Noch größer war jedoch die Dankbarkeit darüber, Teil einer Aktion gewesen zu sein, die so vielen Kindern unvergessliche Glücksmomente schenkte. Denn am Ende waren es nicht die Karussells oder die Autoscooter, die im Mittelpunkt standen – sondern das ehrliche Lachen der Kinder, ihre leuchtenden Augen und das Gefühl, willkommen zu sein.

Mit dieser bemerkenswerten Initiative ist der Auftakt zum Oeventroper Schützenfest auf besonders eindrucksvolle Weise gelungen. Die kostenfreie Kirmesstunde war weit mehr als ein schönes Angebot – sie war ein starkes Bekenntnis zu einer Gemeinschaft, in der niemand ausgeschlossen wird. Sie zeigte, dass Inklusion dort beginnt, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen und mit kleinen Gesten Großes bewirken. Ein Vormittag, der viele Herzen berührte und eindrucksvoll bewies: Die schönsten Fahrten sind oft die, die man gemeinsam erlebt.

Text und Bilder: Ronald Frank

alle Bilder stehen unter: https://www.myheimat.de/arnsberg/c-kultur/kirmes-highlight-in-oeventrop-eine-stunde-voller-gluecksmomente-fuer-kinder-mit-behinderung_a3621154