Schnadegang 2025 in den Ruhrdörfern

Rekordbeteiligung bei der Grenzkontrolle

Marco Stübbecke, Silvia Schürmann und Finn Rüther machten Bekanntschaft mit dem Grenzstein

Bei allerbestem Wetter trafen sich am 26. Juli 2025 etwa 100 Oeventroper Schnadegänger, um die Grenzen der Ruhrdörfer zu kontrollieren.

Der gewohnte Treffpunkt an der Schützenhalle musste wegen der noch immer andauernden Bauarbeiten an der Dinscheder Brücke abermals aufgegeben werden. Stattdessen war wieder der Kirchplatz Startpunkt der diesjährigen Schnad.

Die Oeventroper sind allerdings sehr optimistisch, dass sich diese Situation schon in wenigen Jahren ändern könnte. Vorausgesetzt, die Restarbeiten gehen ohne weitere Insolvenzen über die Bühne. Gerd Stodollick, Ratsmitglied und Vorsitzender des Bezirksausschusses, der jährlich den Auftrag zum Schnadegang in Oeventrop erteilt, begrüßte die große Teilnehmerschar. Danach setzte sich der Tross in Bewegung, um die Untersuchung der Grenzen zu den Nachbargemarkungen Freienohl und Wennemen vorzunehmen.

Zur Beruhigung aller Teilnehmer konnten trotz schärfster Kontrollen keine Unregelmäßigkeiten festgestellt werden. So konnte entspannt die erste Rast am Wildshausener Ruhrwehr eingelegt werden. Hier, wo seit 2017 der Jubiläumsstein „500 Jahre Oeventroper Schnadegänge“ steht, kam es zum obligatorischen Pohläsen.

Natürlich machten Schützenkönig Marco Stübbecke

und Schützengeck Finn Rüther

Bekanntschaft mit dem Stein.

Es folgte, zu ihrer großen Überraschung, Silvia Schürmann,

die sympathische Bestatterin unseres Ortes. Pohläsassistenten waren Christian Schlupp und Thomas Gierse.

Während der Rast genossen alle die vorzügliche Bewirtung der Glösinger Schützen. Ein herzliches Dankeschön dafür.

Weiter führte die Strecke über den Ruhrtalradweg zur ehemaligen Burg Wildshausen, wo die 2. Rast stattfand. Hier ließen sich die Teilnehmer über die interessante und wechselvolle 776-jährige Geschichte des Rittergutes in einem exzellenten Vortrag von Rainer Schröder berichten.

Frisch gestärkt war das letzte Teilstück zum Festplatz der Glösinger Schützenkompanie nun ein Leichtes. Die Schnad fand hier ihren Ausklang auf dem gerade beginnenden Sommerfest. Kompanieführer Marc Vollmer ließ es sich nicht nehmen, die Schnadegänger mit einer Runde frischgezapften Freibieres zu empfangen. Für die meisten blieb es nicht das einzige Bier an diesem Abend.

Die ortskundigen Pfadfinder Rainer Schröder und Albert Schlupp hatten die Route festgelegt, den umfassenden Vortrag am Rittergut Cosack hielt Rainer Schröder.

Text: Privat
Bilder: Albert Schlupp

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